Michael Mittermeier ist ein Comedian, der gerne die Politik in Deutschland aufs Korn nimmt und auch die eine oder andere Satire über das deutsche Bürokratieverhalten zum Besten gibt. Mit seinem bayrischen Akzent und seinen immer wiederkehrenden Pointen aus seinem Alltag bringt er die Zuschauer seit Jahren zum Lachen. Er baut in sein Programm auch gerne immer wieder politische Aspekte mit ein, die manchmal auch zum Nachdenken anregen.
Am 26. und 27. April war Michael Mittermeier in Pforzheim, um in der Stadthalle seine neue Bühnenshow „Paranoid“ vorzustellen. Vor seiner Show hatte ich, zusammen mit Ferdi Ulus, die Gelegenheit ein Interview mit ihm zu führen. An dieser Stelle auch noch ein großes Dankeschön an Jeanette Schult, die mit mir zusammen die Fragen für dieses Interview in wirklich unglaublich kurzer Zeit erstellt hat!
Während des Interviews war er doch - zugegebenermaßen – ein klein wenig anders, als ich ihn mir zunächst vorgestellt hatte. Er hat nicht einen Witz nach dem anderen gemacht, so wie man ihn von der Bühne her kennt. Trotz seiner sehr lockeren Ausdrucksweise war er teilweise recht ernst und beim Thema Politik hat man ihm diese Ernsthaftigkeit sehr deutlich angemerkt.
Zu Beginn des Interviews fragte ich ihn, ob wir ihn siezen sollen, da wir höflich sein möchten, woraufhin er lachend antwortete „Ah, ab 40 muss man fragen, hä? Ha super, jetzt geht’s los!“

Steffi Gross: Wie würdest Du Dich selbst einer blinden Person in 3 Worten beschreiben?
Michael Mittermeier: (überlegt) Keine Ahnung, Blinder. Das ist schwierig. Also ich kann auch nicht zeichnen oder so. Und ich glaube, wenn einer nicht zeichnen kann, dann kann er auch so was nicht gut. Ich kann Situationen beschreiben. Oder sagen „Ja die Nase ist hier“ und so. Nun ja 3 Worte: Fass mich an!
Steffi Gross: Was hältst Du von gecasteten Comedians, wie man sie z.B. aus der Show „Star Search“ kennt?
Michael Mittermeier: Comedians casten ist Quatsch. Das ist genau wie Musikleute casten.
Steffi Gross: Bei der Musik ist es so, dass manche Leute schon singen können und die werden durch solche Castings dann gefördert. Aber wie ist das bei Comedians - ist man lustig, wird man lustig, kann man’s lernen?
Michael Mittermeier: Ich hab keinen guten gesehen in dem ganzen Geknödel. Mich hat’s gelangweilt und ich glaube die Welt auch. Es gibt ja nicht mal `ne 3. oder 4. Staffel, insofern kann’s nicht so toll gewesen sein.
Steffi Gross: Bewahrst du Dir deine ernsthafte Seite für dein Privatleben auf, bzw. muss man sich vorstellen, dass es einen „Show-Mittermeier“ und einen „Heim-Mittermeier“ gibt?
Michael Mittermeier: Ist genau umgekehrt. Ich bin ja komplett ernst auf der Bühne. Zuhause dreh’ ich voll ab. Auf der Bühne ist das ja alles gedopt, da bin ich irgendwie wie auf Laudanum oder so ’nem Scheiß und das ist dann schon tranquillizermässig. Und daheim ist dann halt „Aber jetzt geh ab!“ dafür.
Steffi Gross: Da gibt’s dann Rambazamba?
Michael Mittermeier: Ja natürlich! Da reiten wir mit den Pferden durchs Wohnzimmer nach dem Motto „I’m Fury!“ (lacht)
Steffi Gross: Angenommen, Du hast private Probleme, oder Dich beschäftigt irgendwas Ernstes – ist es dann schwierig auf der Bühne zu stehen und Dein Programm durchzuziehen?
Michael Mittermeier: Ich muss es ja nicht durchziehen. Das Schöne ist ja, dass Du auf `ne Bühne gehst und Dir die gute Energie von den Menschen nimmst. Die hilft Dir dann, wenn Du irgendwie Scheiße am Haken hast. Und wenn’s nicht gehen würde, dann würde ich absagen. Also da kann jeder sicher sein, ich bin nie auf einer Bühne gestanden und hab gesagt „Ooooh, jetzt zieh ich’s durch“. Würde ich nie machen. Davor höre ich auf. Ich hab immer gesagt, wenn’s irgendwann so wäre, dann hör ich auf. Dann ist auch gut so, dann hat mir wohl irgendeiner gesagt, „Du musst was andres machen“. Also insofern ich hab da keine Probleme.
Steffi Gross: Angenommen, Du hast in 1 oder 2 Stunden einen Auftritt und bekommst einen Anruf mit der Mitteilung, dass etwas Schlimmes passiert sei. Irgendetwas, das Dich aufregt oder total durch den Wind schießt, wie würdest Du damit umgehen, wenn Du dann auf die Bühne gehst? Wird das dann vergessen und Du denkst erst nach der Show wieder darüber nach?
Michael Mittermeier: Ich muss damit nicht umgehen, das ist ja das Gute daran. Also enge Freunde werden merken, dass ich vielleicht in der einen oder andern Nummer einen anderen Unterton habe, wenn’s vielleicht sogar was betrifft, was auf der Bühne passiert. Aber ansonsten würd’s ja nichts betreffen. Weil ist ja Quatsch, wenn ich es dann anders mache. Dann muss ich die Show vorher absagen. Das heißt, wenn ich oben bin, dann wird niemand es merken. Niemand. Da kann Dir hinten das Bein abfallen.
Wenn irgendwas wäre, was weiß ich, dass z.B. meine Frau einen Unfall hatte, dann würde ich sagen, ich muss bei ihr sein. Dann fahre ich. Weil das keinen Sinn hat, dann hängt mein Kopf woanders. Aber wenn man sich entscheidet auf eine Bühne zu gehen, dann muss man da einfach den Energieaustausch noch ein bisschen extremer machen, indem man mehr holt. Zwar genauso viel gibt, aber noch mehr holt.
Steffi Gross: Könntest Du Dir vorstellen wie Johannes Heesters auch noch mit 100 Jahren auf der Bühne zu stehen und immer noch Leute zu unterhalten, oder sagst Du irgendwann „Nein jetzt ist Schluss, jetzt will ich in Rente“?
Michael Mittermeier: Ich sag mal so, wenn ich das noch so könnte, dass es wirklich noch gut ist und nicht nur aus Mitleid nach dem Motto „Jaja, er ist 100, es zählt schon, dass er überhaupt noch da oben steht“, dann würde ich’s tun. Aber halt nicht nur einfach so, denn es macht keinen Sinn, wenn die Kunst nicht mehr da ist. Wenn’s nur noch den Leuten gefällt weil sie sagen: „Der ist 100 und fällt nicht tot um, wenn er 4 Sätze am Stück sagt“, also wenn das die Leute begeistert, dann solltest Du aufhören. Wenn Du den Leuten noch was zu geben hast, dann ok. Aber nicht zum Selbstzweck. Weil dann betrügst Du das, was Du Dein ganzes Leben lang gemacht hast. Also dann hast Du einen schlechten Abgang. Das ist nicht gut. Dann lieber davor ’nen Herzinfarkt haben. Auf der Bühne natürlich. Logisch.
Ferdi Ulus: Der politisch ernsthafte Herr Mittermeier – wie oft kommt der raus?
Michael Mittermeier: Der war ja immer da. Ich habe ja eigentlich angefangen als ein linker Liedermacher, der irgendwie versucht gegen die Welt und für Frieden und Freiheit zu kämpfen. Im Grunde genommen ist der Mix, so wie er heute ist, eher wieder so wie er Anfang der 90er war, wo mich ja noch keine Sau kannte. Ich mach das ja jetzt schon seit 20 Jahren - und ich hab ja auch Politik studiert, das war also eine Seite von mir, die immer schon da war. Und jetzt halt mal wieder im Programm nach vorne kommt. Und politisch bin ich immer interessiert. Ich lese auch jeden Tag meine Tageszeitung. Ich muss nicht immer alles verarbeiten. Aber es ist ja immer da. Wenn ich meine Tageszeitung nicht habe, dann ist das irgendwie schwierig für mich. Ich brauche die.
Ferdi Ulus: Man braucht Futter. Nicht bloß für die Bühnenshow, sondern auch für sich selber, nicht?
Michael Mittermeier: Nee, ich brauch das für mich selber. Ich brauch die Info. Ich muss wissen was los ist. Und als ich in Amiland war… gut da gab’s eh nur die SZ (Süddeutsche Zeitung) im Netz. Weil die Zeitungen darfst ja drüben nicht lesen. Die Times kannst Du lesen. Natürlich kannst du die New York Times lesen. Wenn Du 10 Stunden Zeit hast. Das ist ja auch unfassbar, dagegen ist die SZ am Wochenende ein Büchlein, ein kleines Heftchen. Aber ich finde es auch generell für das, was ich mache wichtig. Ich mache ja auch bei Benefizgeschichten mit, das geht ja auch alles zusammen mit der Politik.
Ferdi Ulus: Du verarbeitest viel von Deiner eigenen Meinung auch im Bühnenprogramm. Eines Deiner bevorzugten Ziele ist Angela Merkel. Du hast vor kurzem gesagt, „Auch wenn die CDU ein allgemeines Ja zu einem Irak-Krieg gibt, kann und darf eine Frau Merkel das nicht tun“. Auch hast Du gesagt, dass eine Frau Merkel vielleicht in 20 Jahren, wenn sie es intelligent angeht, eine erhobene Machtstellung haben wird. Wie würdest Du das machen? Wie wäre hier Dein Weg?
Michael Mittermeier: Die hat ihre Machtposition. Die hat das immer verfolgt, die ist ein Karrierist, die ist ein reiner Erfolgsmensch. Die ist eine Physikerin, da geht’s nicht um Inhalt. Es geht darum, dass am Ende der Formel eine Gleichung rauskommt. Und so hat sie das gemacht. Und ich muss mir nur das anschauen was sie in den letzten sechs Monaten gemacht hat. Nichts. Nichts. Es ist nichts gemacht worden. Und das ist schade. Alle sagen „Oh wir haben wieder die große Koalition und vielleicht wird alles besser“, aber das ist ja totaler Quark! Außer solchen Sätzen wie „Wir sollten darüber diskutieren“, „Schön, dass eine Diskussion stattfindet“, „Diese Frage sollten wir uns stellen“ hat sie nichts gesagt. Und ich weiß nicht, ob ich es besser machen würde. Aber wenn ich so einen Job annehme, oder wenn einer soweit kommt, dann verlange ich eigentlich von so einem Menschen Visionen. Die hat sie nicht und deswegen spreche ich ihr weiterhin die Fähigkeit ab, die Führung dieses Landes zu halten. Das ist einfach so. Und die lebt ja auch nicht in dieser Bevölkerung, das hast Du ja gemerkt. Sie hat einen Wahlkampf geführt, der völlig an den Menschen vorbeiging. Und was macht sie danach? Sie übernimmt eigentlich nur komplett die andere Seite und ansonsten nichts mehr. Jetzt nenn’ mir einen Punkt, der jetzt irgendwie so gemacht realisiert worden ist, wie in ihrem Wahlprogramm zu finden war. Nur einen Punkt. Und wenn Du den findest, dann kriegste 50 Euro!
Ferdi Ulus: Da muss ich Dir vollkommen Rechtgeben. Das war eigentlich nur die Politikverdrossenheit der Menschen in diesem Land - die sind froh, dass momentan nichts passiert.
Michael Mittermeier: Und deswegen schimpf ich über sie. Und weil sie halt so ne Fresse hat, dann zieh ich halt über die Fresse her. Ich denke, ich kann niemanden beleidigen, der unser Volk, wenn sie damals die Macht gehabt hätte, in den Irak-Krieg geführt hätte. Es ist so. Und heute wird sie dafür gelobt, dass sie einmal sagt „Guantanamo-Bay ist blöd“. Als es drauf angekommen ist, wo war sie denn da? Da ist sie nach Amerika gefahren, hat sich gebückt und hat rumgeschleimt. Und das geht mir auf’n Sack! Dass sie dann heute gelobt wird für eine Bemerkung über Guantanamo-Bay. Jeder macht so ne Bemerkung. Das ist langweilig. Schade eigentlich.
Ferdi Ulus: Die CDU ist, wie ich finde, eine konservative Partei, die nach außen hin mit den Worten manchmal sehr liberal wirkt.
Michael Mittermeier: Das hat nichts mit der Partei zu tun. Ich bin ja kein Parteifresser. Die haben ja auch ein paar gute Leute, aber die sollten die von innen kommen lassen. Jede Partei hat ihre guten Leute. Selbst bei den Grünen gibt’s ein paar von denen. Ich hab’ die mal gewählt. (lacht)
Steffi Gross: Was sagst Du zu „Big in the Bundestag“? (Anm. d. Redaktion: die britische Zeitung „Sun“ hatte vor kurzem ein Bild von Angela Merkel abgedruckt, welches ihren Hintern zeigt)
Ferdi Ulus: Was sagst Du als Comedian zu solch einer Aussage?
Michael Mittermeier: Wenn sich einer für den Arsch von Angela Merkel interessiert, dann soll er das gerne tun. Also ich habe die Geschichte bei uns nur mitbekommen, weil jemand geschrieben hat, dass die Sun das gemacht hat. Aber ich fand es viel schlimmer, das Bild zu sehn, als sie auf Ischia im Urlaub war - ein Käppi auf, einen Pullover um die Schultern gebunden, eine kurze Hose an und ein T-Shirt in die Hose reingesteckt – das sah aus wie wenn Lieschen Müller auf Malle Urlaub macht und halt nicht weiß, wie sie sich anziehen soll, weil die passenden Klamotten bei Aldi noch nicht rausgekommen sind. Und das finde ich viel schlimmer. Das ist unsere Chefin. Das Foto hat mich geschockt. Ihr Hintern kann mich nicht schocken.
Steffi Gross: In einem Interview hast Du geäußert, dass Du bestimmten Personen gegenüber keine Skrupel hättest, richtig beleidigend zu werden. Wie setzt Du hierbei deine Grenzen?
Michael Mittermeier: Ich brauch da keine Grenze setzen. Ich kann Wolfgang Schäuble beleidigen, weil der einfach jemand ist, der mich mit seinen Aussagen, mit dem, was er alles macht und tut, auch beleidigt. Und da kann ich ihn auch beleidigen. Das ist aber meine eigene Philosophie. Und nach der lebe ich. Ich trete ja nie nach unten, ich trete nach oben. Und das ist vielleicht der Unterschied zu manch anderen Kritikern. Deswegen hatte ich auch nie einen Skandal in 20 Jahren. Und darauf bin ich auch sehr stolz. Noch nie irgendwo ein Skandal gehabt. Nicht in der Bildzeitung, nirgends. Weil ich immer in die richtige Richtung trete. Und ich trete nicht nach jemandem, der nichts dafür kann. Ein Witz über Erdbebenopfer, das langweilt. Das machen halt mal ein paar junge Comedians, die Aufsehen erregen wollen. Aber ich suche mir dann schon die Leute raus, wo’s nach oben geht. Und da denke ich, darf ich auch mal beleidigend sein. Weil das ist mein Stilmittel, vielleicht kann ich jemand ’ne schlechte Nacht damit bereiten (grinst). Das ist ’ne ganz persönliche Kiste, nix mehr und nix weniger. Wenn Dir jemand in die Fresse gehauen hat früher in der Disco, dann hast Du alles darauf angesetzt, dass Du den mindestens genauso beleidigst, dass der nach Hause geht und stinkig ist. Das ist das gleiche Prinzip. Das ist eigentlich nur Mensch sein in dieser Welt. Nicht mehr und nicht weniger.
Steffi Gross: Manche Politiker, die Du beleidigst, nehmen es so hin und manche wehren sich vielleicht auf irgendeine Weise. Fürchtest Du irgendwann Konsequenzen?
Michael Mittermeier: Was sollen die denn tun? Soll Angela Merkel mit’m Messer hinterm Baum warten und sagen „Den Mittermeier, die Sau, kauf’ ich mir!“?
Die Antwort liegt ja darin, dass, wenn die Comedy gut ist und die Satire funktioniert, dann hat sie ihre Berechtigung. Wenn Du nur sagst „Ich mach harte Comedy“, dann ist das ja langweilig. Gibt ja auch viele, die nur schocken. Langweilt ja auf die Dauer. Das macht dann einen kurzen Skandal und dann ist das schon wieder vorbei. Aber wenn der Skandal nicht da ist, dann ist der Witz nicht nur zum Selbstzweck und um das geht’s eigentlich. Wenn die Pointe oder die Satire gut ist, dann hat sie auch ihre Berechtigung. Und ich würde nicht die Kinder von Wolfgang Schäuble beleidigen, weil es nicht um seine Kinder geht. Aber guck’ Dir Leute wie Schönbohm an! Dass so Leute das Maul aufreißen, das ist ja unfassbar! (Anm. d. Redaktion: Innenminister Schönbohm hatte zuvor einige Bemerkungen im Falle eines von weißen Männern niedergeprügelten Farbigen aus Berlin gemacht) Also was die Politiker so von sich geben, das ist traurig in diesem Land. Weil wir haben alle ganz andere Probleme und was denkt sich da der Herr Ausländer, wenn er so was hören muss? Natürlich gibt’s auch Deutsche die von Ausländern niedergeprügelt werden. Aber das ist keine Aussage, die ich treffen kann, nicht als Innenminister dieses Landes! Und das hat nichts mit der Union zu tun. Nimm’ Leute von der SPD wie z.B. Ludwig Stiegler, der sagt „Arbeit hat Vorfahrt“ - das hat der verglichen mit „Arbeit macht frei“ aus dem 3. Reich. Normalerweise muss so einer seinen Job verlieren. Sofort. Wenn ich so was machen würde, dann kannst Du aber sehen was mir an Aufträgen verloren geht, da kannst Du aber sicher sein. Wer heute in einer Firma einen solchen Bock schießt, der ist weg vom Fenster, da hat der keine Chance!
Zwischendurch erwähnt Michael Mittermeier, dass seine Frau Gudrun Mittermeier unter dem Namen „Somersault“ demnächst die CD „Paperwalls“ veröffentlichen wird. Auf dieser CD ist u.a. auch das Schlusslied von seiner „Paranoid“-Bühnenshow zu hören „Wise up“. Er schenkt der BNN-Redakteurin und mir jeweils eine CD mit den Worten „Wenn’s jemand gefällt, dann einfach drüber schreiben und weitersagen!“ Die CD ist übrigens richtig gut, aber das gehört dann in den Bereich Plattenkritik!
Steffi Gross: Und die CD ist von Deiner Frau?
Michael Mittermeier: Das ist die 2. Platte jetzt.
Zum Schluss erzählte er uns noch auf die Frage der BNN-Redakteurin hin, welches Lebensmotto er denn habe, wie er zu so etwas steht.
Michael Mittermeier: Mach keinen Bullshit. Scheiß keinen an, sodass Du Dich auch nicht angeschissen fühlen würdest. Das ist einfach alles. Mehr brauchen wir gar nicht. Weil dann wäre hier eigentlich Schicht im Schacht und mehr Frieden. Weil im Grunde genommen geht’s ja darum – jeder hat ja seine Daseinsberechtigung, jeder hat Rechte. Nur wenn die Welt des einen die Welt des anderen bedroht, indem sie einen beleidigt, tötet oder was auch immer, dann stimmt’s nicht mehr. Es sollte halt ein Miteinander sein und deswegen ist es halt schon wichtig, dass man versucht, gut durchs Leben zu kommen und sich keine Feinde zu machen. Und wenn’s Feinde sind, dann sollten es welche sein, die es wert sind Feinde zu sein. Die triffst Du ja alle wieder am Jüngsten Tag.
Steffi Gross: Man trifft sich immer zweimal.
Michael Mittermeier: Natürlich. Aber da habe ich keine Angst davor, das wird ein guter Tag. Da habe ich sie dann alle auf einen Haufen. Und ich bin sicher - Jesus ist mit mir und nicht mit denen. Insofern bin ich da recht entspannt.
Steffi Gross & Ferdi Ulus: Dankeschön!
Michael Mittermeier: Ja dann hamer doch wieder alles durch! (grinst)
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